Xmal Deutschland erreichten in der 80er-Jahren einen gewissen Kultstatus, Frontfrau Anja Huwe prägte durch ihren Gesang den kühlen und düsteren Sound einer heranwachsenden Gothic-Szene. Jetzt ist Anja Huwe musikalisch zurück und brachte neben einigen Wiederveröffentlichungen auch ihr Solo-Album „Codes“ heraus. Jetzt gibt es eine weitere Veröffentlichung, zu dessen Anlass wir die Gelegenheit ergriffen haben, mit ihr ein Interview zu führen.
Möchten wir ein Interview mit Anja Huwe?
Anfang März erreichte uns die Anfrage, ob wir ein Interview mit Anja Huwe, der ehemaligen Sängerin von Xmal Deutschland, machen möchten. Unbedingt! Anlass war die Veröffentlichung der neuen Zusammenstellung „Gift – The 4AD Years“, die am 9. Mai 2025 erscheinen wird. Im Anschluss habe ich direkt mit dem Verantwortlichen beim Plattenlabel Kontakt aufgenommen und mein Interesse bekundet.
Am 27.03.2025 war es so weit. Ich habe mir kurz Sorge gemacht, ob die Technik funktioniert, denn das Interview fand digital via Zoom statt, doch die Verbindung funktionierte einwandfrei. Da ich fast keinen Bezug zu den Werken von Xmal Deutschland hatte, habe ich mich im Vorhinein mit Anjas Solowerk „Codes“ auseinandergesetzt. Die Reflektion über dessen Inhalte, Fragen zur Positionierung innerhalb der Gothic-Szene, Musik im Allgemeinen und den Liveauftritten findet Ihr in dem folgenden Interview. Viel Spaß beim Lesen!
Anja: Dieser Hund da draußen, hörst du den?
Marc: Ja, ich habe hier auch einen, der guckt schon ganz kritisch.
Du bist nicht in der Gothic-Szene, aber du bist damals in einer Art Szene gelandet, als du jung warst. Wie würdest du das beschreiben?
Anja: Als wir angefangen haben, Musik zu machen, wurden wir irgendwann in eine Szene gelabelt. Aber wir haben uns da nie gesehen. Das fing an mit dieser Zeit, in der wir in London waren. Da gab es das Bat Cave. Dann haben wir diese ganzen Freunde gehabt, The Mission und die Sisters und so. Das war halt mehr oder weniger unser Umfeld. Die genau das gleiche auch sagen. Wir haben Musik gemacht, aber wir wollten uns nicht labeln lassen. Ist irgendwann trotzdem passiert. Das ist natürlich auch der Weg, das muss man akzeptieren. Aber wir haben uns da nie explizit gesehen. Wir haben uns als Musiker gesehen, als Künstler. Das ist einfach passiert.

Wenn man so lange einer Szene zugeordnet wird – kommt man aus der Ecke nicht schwer wieder raus?
Anja: Das hast du sehr gut erfasst. Ich spiele nicht auf den kommerziellen Gothic-Fesitvals. Ich werde jedes Jahr gefragt und ich habe nichts gegen die Szene, aber ich habe was gegen diese Hardcore-Vermarktung. Genauso wie man damals die Musik in die Neue Deutsche Welle adaptiert hat und wurde kommerzialisiert. Ich lehne das ab. Ich will eher in einer anderen Liga sein, ich will nicht sagen Underground, aber ich möchte irgendwas ein wenig anderes machen. Das ist ein Fakt.
War damals Rebellion ein Thema für dich?
Anja: Rebellion ist nicht das richtige Wort. Wir hatten eine gewisse Antihaltung. Zu der Zeit, als wir anfingen, das waren noch die Ausläufer der Nachkriegszeit. Klingt komisch, aber es ist so. Das war alles sehr konservativ und man hatte gewisse Erwartungshaltungen an Mädchen gehabt. Wir kamen alle aus gutem Haus. Und natürlich hat man erwartet, dass ich mein Kunststudium anfange und nicht auf einmal sage: Haare ab, ich gehe nach London. Das war für meine Eltern eine harte Nummer. Da war eine gewisse Antihaltung, eben nicht das zu machen, was erwartet wurde. Meine Eltern waren nicht konservativ, trotzdem haben die echt geschluckt, als sie mitkriegen, ich verhalte mich nicht so, wie sie es von mir erwartet haben.
Hat Deine Antihaltung zu Problemen mit deiner Familie geführt?
Anja: Natürlich gab es Probleme, aber ich war schon immer anders. Das fing schon mit meiner Geburt an. Sagen wir mal, ich war ein süßes Mädchen, aber ich war nicht einfach. Ich habe es meinen Eltern wahrscheinlich nicht leicht gemacht, weil ich hätte einen anderen Weg gehen können, aber das hat mich gar nicht interessiert. Ich wollte die Welt und andere Leute kennenlernen. Das war mir alles zu langweilig – da in diesem Vorort. Deswegen bin ich irgendwann zu meinen Freunden in die St. Pauli WG gezogen. Da ging es um Sachen, die ich total interessant fand. Musik und Kunst. Und man ging aus und entdeckte Orte, die man früher gar nicht besuchen durfte oder die zum Teil viel zu gefährlich waren. Man war unbedarft, man war total naiv. Und man entdeckt Dinge und das fand ich aufregend. Ich bin nach wie vor so, ich entdecke gerne Dinge, ich gehe immer nach vorne. Ich schaue nicht zurück, so richtig. Das war die Entwicklung, sowohl bei mir wie bei meinen Mitmusikerinnen. Das war ähnlich.
Ihr seid Vorreiter hier in Deutschland. Den Ruf habt ihr heute zumindest.
Anja: Zumindest haben wir den Ruf. Wir haben das eine Zeit lang gemacht und zack, waren wir weg. Und das hat einen gewissen Mythos kreiert. Bei anderen Bands geht die Geschichte gleichbleibend weiter oder es entwickelt sich in eine andere Richtung. Da ist kein Bruch, wo man sagt, was ist denn jetzt passiert. Das glaube ich, hat das ganze Ding unglaublich angefahren über die Jahre.
Kannst du dich an deinen ersten Liveauftritt erinnern?
Anja: Ich hatte gerade gestern darüber mit Fiona (Anm. d. Red.:Fiona Sangster war Gründungsmitglied der Band Xmal Deutschland) gesprochen. Das ist ganz lustig, ich habe drei, vier Fotos aus der Zeit und sie hat tatsächlich den Flyer gefunden, der diesen ersten Gig beinhaltet. Ich wollte nie live spielen und dann haben die anderen diesen Gig im Künstlerhaus organisiert. Das war Silvester und da war ich fällig. Dann musste ich und habe mich dem gefügt. Haben ja nicht lange gespielt, eine halbe Stunde oder so, aber ich kann mich nur daran erinnern, weil ich diese Fotos habe.

Weißt du noch, wie du dich gefühlt hast? Viel Aufregung?
Anja: Ja, ich war ganz aufgeregt. Doch.
Welche Bedeutung hat Musik für dich?
Anja: Ich habe Phasen, in denen ich intensiv Musik höre. Im Moment höre ich gar keine Musik. Ich beschäftige mich mit Musik und dem Musikschreiben. Auch dadurch, dass ich mein Album gemacht habe. Das hat schon eine emotionale Bedeutung. Ich höre anders Musik. Ich höre nicht das neue Album von dem oder dem, sondern ich höre eigentlich mehr Sounds. Mich interessieren Dinge, die mich emotional einholen. Dadurch, dass ich Musik heute verstehe, verstehe wie man Musik schreibt, habe ich natürlich einen anderen Zugang zu Musik. Früher war das ein natürliches Excitement, wo man dachte, wie toll – oder eine Explosion. Heute hörst du anders. Und ich finde zum Beispiel ein tolles Album ist das neue The Cure‑Album und die ganze Attitude, die damit zusammenhängt. Ich find’s super. Ich finde es ganz toll, was er da gemacht hat. Ich mag The Cure sowieso, aber das ist super, das Ding. Da kann ich nur sagen: Hut ab!
Ich muss gestehen, ich habe es nicht gehört.
Anja: Hör’s dir mal an!
Mach ich. Ich höre Musik nie im Hintergrund, sondern sehr bewusst, meistens beim Bewegen.
Anja: Das ist interessant, dass du sagst, bewegen. Bewegung in Verbindung mit Musik, das funktioniert bei mir ebenfalls, aber mich hinzusetzen und eine Platte aufzulegen, das mache ich gar nicht mehr.
Kannst du beschreiben, was in dir abläuft, wenn du Musik hörst?
Anja: Das löst bei mir gewisse Bilder aus. Ob das nun Farben sind, was mein Ding ist. Ich höre am liebsten Musik ohne Vocals. Das inspiriert mich. Dann kommen mir Gedanken und Ideen und mir fallen Sachen ein oder ich setze ein, was ich damit assoziiere und verbinde.
Wenn du zurückschaust, gibt es Dinge, wo du sagst, die hättest du gerne anders gemacht, wenn du in der Lage gewesen wärst, sie anders zu machen? Ich kann das mit nein beantworten, weil ich nicht wüsste, wo ich heute stehen würde. Du weißt nie wohin geht die Reise – in dem Moment, wenn du dich anders entscheidest.
Anja: Ich bin da ganz genauso. Es gibt Sachen, die sind mir in meinem Leben passiert, die eine Wegkreuzung waren. Das hatte nichts mit meiner Persönlichkeit oder meiner Sicht der Dinge zu tun. Dass waren andere Dinge, die von außen dazu kamen. Die einschneidenden Erlebnisse waren. Aber ich würde gar nichts anders machen – weil „I don’t regret anything I’ve done“ (erste Zeile des Stückes Skuggornas aus Anjas Soloalbum). Das ist mein Weg und mein Weg war konstant. Ich bin niemand, der zurückschaut. Manchmal macht man das, wenn man bestimmte Erlebnisse hat. Zum Beispiel, wenn du Menschen verlierst, wie deine Eltern, da hat man Momente, wo man denkt, ich gerne gewusst, wieso war das so? Das ist ein Ansatz, den verwerfe ich schnell, weil es ist, wie es ist. Was soll ich machen? Du kannst nichts mehr zurückholen. Aber ich würde nicht unbedingt Dinge anders machen. Nee, denn das hat mich dahin gebracht, wo ich heute bin.
Wie beantwortet jemand die Frage, der halt nicht gut dasteht. Der zwei, drei Mal eine falsche Entscheidung getroffen hat und mit sechzig Jahren da gelandet ist, wo es kein Zurück mehr gibt?
Anja: Das sehe ich genauso. Es gibt Schicksale, da kannst du nichts machen. Wie sollst du Menschen einen Ratschlag geben? Das hättest du mal anders machen sollen! Es gibt Leute, wo du denkst, reflektier doch mal, geh doch mal nach vorne. Das ist ganz schwierig. Da halte ich mich trotzdem zurück, das da steht mir nicht zu. Es ist bitter, aber es ist so.
Man muss den Leuten beim Untergang zusehen. Du kannst ihnen keinen Rat geben, die hören eh nicht drauf. Macht jeder, was er will. Ist deren Recht. Kenne ich von mir selbst.
Anja: Ja, und weißt du, ich will das auch nicht unbedingt für mich. Wenn jemand zu mir sagen würde, warum machst du das nicht so oder so, das ist in Ordnung als Rat. Aber ich möchte nicht gewertet werden. Das lehne ich komplett ab. Ich bin autark. Ich mache meine Sachen so, wie ich will. Ich schade niemandem. Ich ziehe mein Ding durch und versuche das sehr unabhängig zu machen. Ich will nicht hören: Da hättest du mal, da solltest du Mal!
Du übernimmst in dem Moment Verantwortung für die Person. Wenn du sagst, mach es so und es geht schief, dann bist du schuld.
Anja: Und der Stress geht los. Ich finde, man kann sich austauschen über Dinge. Man lernt, indem man miteinander redet. Ich finde, das ist gefährlich, wenn man sagt, du solltest das mal so oder so machen, dann gibt es Schwierigkeiten.
Man findet doch recht spät zu sich selbst? Am Ende geht es gar nicht so sehr darum, zu sagen das will ich, sondern das will ich nicht. Das passiert recht spät. Wieso nicht früher? So dass man das ganze Leben etwas davon hat?
Anja: Ich finde das eine gute Frage. Ich glaube, viele sind schon fertig, nach einer ganz kurzen Zeit, da kommt nicht mehr viel. Da kenne ich Leute. Das war immer so, das habe ich immer so gemacht und mehr passiert nicht. Ich glaube Menschen, die in einem kreativen Prozess oder Leben stecken, die entdecken Dinge neu und fügen sie ein. Und fallen auch mal auf die Fresse. Und daraus lernt man. Ich finde das schwierig zu sagen, man ist irgendwann erwachsen und weiß, wie die Dinge laufen. Leider weiß man es irgendwann. Es gibt oft Dinge, wie die mit dem Musik hören. Ja, kenne ich schon alles, weiß ich schon. Ich finde, das ist ernüchternd. Ich gehe gerne neue Wege, um eben dazu zu lernen. Das ist ein konstanter Prozess, durch den wir durchgehen. Wir sind nicht fertig. Ich glaube, wenn wir fertig sind, sind wir tot. Nicht körperlich, sondern geistig. Dann ist da nichts mehr.
Das halte ich für wichtig. Und ich finde, das sind persönliche Erfahrungen. Du hast dieses eine Leben, diese Zeit, dieses Zeitfenster und das ist schnell vorbei. Ich fühle mich eigentlich noch wie in dieser Anfangszeit, als ich erwachsen wurde. Das hat mit meinem ganzen Lebensstil zu tun. Ich bin völlig unabhängig. Ich mache mein Ding. Ich mache weiter und ich finde das fast erschreckend, dass man irgendwann denkt: Hä? Wann war das? Vor 35 Jahren? Das kann ich verstehen. Dass die Zeit unglaublich schnell läuft. Das macht mir nichts aus. Ich denke daran, dass meine Eltern früher gesagt haben, an Kindern sieht man, wie die Zeit vergeht. Das ist ein Fakt. Ja.
Durch gewisse Erlebnisse oder Erfahrungen merkt man, dass das so ist. Es sterben inzwischen unheimlich viele Leute, die sind einfach nicht mehr da, wo du denkst, der war doch immer da. Musiker und Freunde. Da habe ich Momente, wo ich zögere, und denke nö, ich habe noch so viel vor, das akzeptiere ich nicht.
Das ist ein guter Weg, das nicht zu akzeptieren. Goethe hat auf seinem Sterbebett gesagt, jetzt wäre er so weit, sein Leben zu leben. Erst jetzt weiß er, was man wissen muss, um sein Leben in vollen Zügen auszuschöpfen.
Anja: Das ist tatsächlich so. Das ist wahrscheinlich eine altersmilde Weisheit. Die Betrachtung des Faktors Zeit, den man, wenn man jung ist, gar nicht wahrnimmt. Ich kann mich erinnern, als ich noch keine 18 war, da habe ich gedacht, wann werde ich 18? Bitte, kann ich endlich 18 werden? Das war ewig noch, diese zwei Jahre. Und heute? Zack, schon wieder ein Jahr rum. Wahnsinn.
Wie verarbeitest du deinen Entdeckungsdrang, deiner Energie in deinem Alltag?
Anja: Ich mache sehr viel Sport. Ich mache täglich Sport. Es gibt gewisse Dinge, die ich völlig übergehe, weil ich sie nicht will. Ich mache es einfach. Ich habe eine Menge Energie. Ich bin in der Lage, die Dinge abzulegen und dann geht’s los. Ich setze mich auf mein Fahrrad, mache meinen Sport und das ist genauso wie mit Arbeiten. Ich höre nicht auf. Das ist ein Problem. Ich stehe morgens um sieben auf, mache Sport, dann fange ich an zu arbeiten. Ich habe ein US-Label, da geht’s ab 16 Uhr los und bis nachts weiter. Wenn ich nicht den Break mache und sage, ich gehe nicht mehr online, dann mache ich weiter und da stoppt mich nichts. Und das ist natürlich ungesund. Ich habe Momente, wo ich denke, nun mache ich mal zwei Tage Pause – die ich mir nicht unbedingt gönnen kann. Aber das ist schon so, ich habe eine Menge Energie und darüber habe ich viele Sachen kompensieren können. Zumindest noch – weiß man ja nicht, wie sich das alles entwickelt.
Worauf basiert der Name Xmal Deutschland?
Anja: Der Name basiert auf einem Buchtitel. Das ist ein Buch von Rudolf Walter Leonhard. Das war ein Journalist. Es wurde nach dem Krieg geschrieben und es ging um die verschiedenen Versionen von Deutschland und wie sich die ganzen Gebiete im Laufe der Zeit entwickelt haben. Damals gab es Bands wie die Deutsch Amerikanische Freundschaft und Modern English und wie die alle hießen. Und dann kamen wir eben auf diesen Namen und haben ihn gewählt. Heute würde ich das nicht mehr machen.

Ihr seid nach langer Abstinenz zurück auf die Bühne?
Anja: Das bin ich als Solo-Künstlerin. Ich spiele auch einige von den alten Sachen. Das sind Retouches. Die sind sehr einfach gestrickt. Um die den Codes ähnlich zu machen, musste man sie ein wenig elektronisieren. Es sind nur diese ganz alten Sachen, die wir adaptiert haben. Eine Handvoll. Natürlich wissen die Leute, ich komme aus dieser Band, daher haben wir diese Kombination gewählt. Eine Fifty-fifty Geschichte. Ich arbeite mit Mona Mur und einem englischen Gitarristen. Und Olaf war bei Mutter, eine interessante Band. In Summe eine sehr gute Kombi. Aber es ist nicht mehr Xmal Deutschland. Manuela (Anm. d. Red.: Manuela Rickers war auch Gründungsmitglied) macht noch ihre eigenen Sachen aber will nicht auf eine Bühne gehen und das muss man akzeptieren. Das ist nicht jedermanns Sache, das ist ganz schöner Stress. Das muss man letztlich wollen.
Ein wenig Aufregung ist nicht verkehrt.
Anja: Ja, das ist schon da. Da gehört Mut dazu, das zu machen. Für mich war das so. Ich kann mich abspalten. Ich sehe das wie eine Theaterbühne. Ich sehe mich nicht als Sänger. Ich bin ein Performer. Punkt. Und ich kann da rausgehen und habe eine sehr klare Linie. Nee, ich habe keine Angst davor. Aber das war schon krass, nach 35 Jahren auf eine Bühne zu gehen – und das Ding war voll. Was ganz toll war, waren die Emotionen. Das war irre, was da rüberkam. So was habe ich noch nie erlebt. Ehrlich gesagt. Die Leute haben zum Teil geweint. Ich hätte fast mitgeweint. Dann hätten wir alle geweint, das wäre nicht so gut gewesen.
Wenn das nach vielen Jahre auf diesem Weg zu einem zurückkommt, ist besonders.
Anja: Ich war fast demütig. Ich habe gesagt, ey Leute, was ist los mit euch? Das war irre. In Paris war es genauso. Das war kleiner. Da war es ebenfalls so. Die waren dankbar. Das ist ein doofes Wort. Aber es war emotional aufgeladen. Ich war fertig. Ich bin krank geworden danach. Ich konnte gar nichts mehr. Ich war zwei Wochen krank. Ich konnte gar nichts mehr machen. Das hat mich umgehauen.
Das war ein richtig schönes Interview. Vielen Dank!
Anja: Ja, ich bedanke mich auch. Und vielleicht läuft man sich mal über den Weg. Irgendwann, wenn wir irgendwo spielen oder so, ne?
Die Kompilation „Gift: The 4AD Years“ erscheint am 9. Mai 2025 beim Label 4AD, die limitierten LPs sind bereits ausverkauft, es gibt allerdings noch CDs und natürlich die Möglichkeit, die neu abgemischten Lieder herunterzuladen.
A1. Qual
A2. Geheimnis
A3. Young Man
A4. In Der Nacht
A5. Orient
B1. Hand In Hand
B2. Kaempfen
B3. Danthem
B4. Boomerang
B5. Stummes Kind
Tocsin
C1. Mondlicht
C2. Eiland
C3. Reigen
C4. Tag für Tag
D1. Augen-blick
D2. Begrab Mein HerzD3. Nachtschatten
D4. Xmas in Australia
D5. Derwisch
Incubus Succubus II
E1. Incubus Succubus II
E2. Vito
Qual
F1. Qual – 12” Remix
F2. Zeit
F3. Sehnsucht
1998 in die Szene eingestiegen. Die folgenden Jahre habe ich intensiv Veranstaltungen und Konzerte besucht. Von 2009 bis 2013 beschränkte ich mich dann auf Musik, bevor ich dann wieder aktiver wurde. 2017 habe ich eine Familie gegründet - keine Musik, keine Veranstaltungen, keine Konzerte, keine Festivals, keine eigenen Gedanken. Jetzt kehre ich endlich wieder zurück vor die Bühne.
Ich hab die ganzen alten Platten in meiner Sammlung, finde es sehr schade, daß sie keine Lust auf einen Xmal Deutschland- Auftritt haben! Viele Leute würden sich sehr darüber freuen! Ein Blick zurück ab und zu schadet auf keinen Fall :)
Vielen Dank für das tolle Interview! 😊
Ich schätze mich so ein, daß ich als Interviewer viel zu eingeschüchtert gewesen wäre, um auch nur eine halbwegs sinnvolle Frage stellen zu können. 😁